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Vattenfall Kernkraftwerk Brunsbüttel - Quelle: WikimediaSehr geehrte Damen und Herren, ich habe keine Anfrage gestellt, sondern Ihrer erhöhten Tariffordererung widersprochen und Sie sind auf wesentliche Kritikpunkte in keiner Weise eingegangen. Sie sind weder auf die Profite eingegangen, die Sie aus der Verlängerung der Laufzeit Ihrer Kernkraftwerke erwachsen, noch sind Sie auf den Punkt eingegangen, dass Ihr Unternehmen erhebliche Profite erzielen, die Sie völlig problemlos an Kunden wie mich weiter geben können.

Ich bestehe also darauf, dass die Tarife weiter unverändert bleiben und bitte um eine Bestätigung.

Mit freundlichen Grüßen

s.

Am 24.11.2010 schrieb "Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!" <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>:

>Sehr geehrter Herr s.,

>vielen Dank für Ihre E-Mail.

>Die Preisanpassung wird hauptsächlich aufgrund des durch den Gesetzgeber veränderten Umlageverfahrens der Kosten aus dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und der dadurch steigenden EEG-Abgabe pro Kilowattstunde notwendig.

>Dieses Gesetz legt unter anderem fest, in welcher Höhe zum Beispiel Windkraft- und Solarstrom vergütet wird. Eine aus regenerativen Energiequellen gewonnene Kilowattstunde wird daher zusätzlich zum Marktpreis staatlich bezuschusst. Dieser Zuschuss wird über die EEG-Abgabe, welche auf jede von einem Stromlieferanten vertriebene Kilowattstunde erhoben wird, finanziert.

>Mit dem stetigen Ausbau der erneuerbaren Energien und dem dadurch erhöhten Anteil regenerativ erzeugten Stroms, steigen durch die oben beschriebene Umlage, die Kosten der Energieversorger.

>Im Jahr 2011 zahlen Stromkunden 3,530 Cent pro Kilowattstunde zur Förderung des Ausbaus der erneuerbaren Energien. Gegenüber dem Wert für das Jahr 2010 in Höhe von 2,047 Cent pro Kilowattstunde entspricht dies einer Erhöhung von mehr als 70 Prozent.

>Die EEG-Abgabe ist gesetzlich festgeschrieben und liegt außerhalb unseres Einflussbereiches.

>Wie alle großen Energieversorger kaufen wir unseren Strom über einen längeren Zeitraum im Voraus an der Strombörse EEX. Dadurch erfolgt eine Risikoverteilung, denn es wird vermieden, dass wir z.B. bei einem sehr hohen Preis an der EEX unseren kompletten Strom kaufen müssen. Den Strom für das Jahr 2011 haben wir u.a. schon im Jahr 2009 beschafft. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir teilweise noch steigende Beschaffungskosten.

>Wir überprüfen ständig unsere eigenen Kosten und senken sie, wo immer wir können. So haben wir gerade in diesem Jahr unsere Struktur deutlich verändert und wesentlich effizienter gestaltet. Durch permanente Verbesserungen und Kostensenkungen gelingt es uns, einen Teil der steigenden Energiekosten aufzufangen und den Grundpreis seit mehreren Jahren stabil zu halten.

>Allgemein gilt jedoch: Ein Unternehmen, das keine Gewinne erzielt, kann im Wettbewerb nicht bestehen. Gewinne machen Wirtschaftswachstum, Investitionen und sichere Arbeitsplätze möglich. Zudem sind bei Energieversorgungsunternehmen die Investitionskosten deutlich höher als in anderen Industrien. Das relativiert die hohen Gewinne.

>Gleichwohl investiert Vattenfall in die Zukunft:

>Die europäische Energiewirtschaft befindet sich in einer Übergangsphase. Während der Energiebedarf stetig steigt, müssen rund die Hälfte der heute betriebenen Kraftwerke bis 2030 durch neue ersetzt werden. Gleichzeitig steigt Europas Abhängigkeit von Öl- und Gasimporten. Heute wird etwa die Hälfte der verbrauchten Energie importiert, 2030 werden es nach der Schätzung von Experten bereits rund 70 Prozent sein. Dies könnte zu einem ernsthaften Hindernis für die wirtschaftliche Entwicklung Europas werden.

>Vor diesem Hintergrund wird die Frage nach einer zuverlässigen und bezahlbaren Energieversorgung immer wichtiger. Um die langfristige Sicherung der Energieversorgung zu garantieren, investiert Vattenfall Europe massiv in hocheffiziente Erzeugungsanlagen, in Projekte aus dem Bereich der erneuerbaren Energien (u.a. beteiligt sich Vattenfall am Windpark vor Borkum) und in die Erforschung neuer Technologien zur klimaschonenden Energieerzeugung. Darüber hinaus müssen auch Energieversorger - wie alle Wirtschaftsunternehmen - profitabel arbeiten. Dazu gehört eine angemessene Ertragslage und Eigenkapitalausstattung.

>Bitte haben Sie vor diesem Hintergrund Verständnis dafür, dass wir auf der Zahlung unserer fälligen Entgeltforderungen, für die Sie auch eine Leistung in Anspruch genommen haben, bestehen.

>Möglicherweise ist eines unserer anderen Stromprodukte für Sie günstiger. Damit Sie von Ihrem optimalen Stromprodukt profitieren können, beraten wir Sie gern über unsere Angebote. Oder besuchen Sie uns rund um die Uhr unter www.vattenfall.de. Dort können Sie Ihren Auftrag zum Produktwechsel auch online erteilen.

>Wir hoffen Ihre Anfrage wunschgemäß beantwortet zu haben und freuen uns, wenn Sie sich auch weiterhin für Vattenfall als Ihren Energiedienstleister entscheiden.

>Mit freundlichen Grüßen

>Ihr Serviceteam der Vattenfall Europe Kundenservice GmbH

>Tel  0180 1 267 267*

>Fax +4930 267 119  41 410

>*3,9 Cent/Min. aus dem deutschen Festnetz,

>max. 42 Cent/Min. aus dem Mobilfunknetz.

>Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

>www.vattenfall.de

>Bitte denken Sie an die Umwelt, bevor Sie diese E-Mail drucken.

>Vattenfall Europe Kundenservice GmbH, Überseering 12, 22297 Hamburg

>Amtsgericht Hamburg - HRB 105795

>Geschäftsführer: Andreas Haupt, Michael Woelki

Guten Tag,

ich möchte mich bei Ihnen beschweren. Mit Schreiben vom 18.11.2011 schreiben Sie mir, dass Sie meinen Strompreis von 20,23 Euro pro Kilowattstunde auf 22,56 pro Kilowattstunde ab dem 01.01.2011 erhöhen wollen.

Soweit mir bekannt ist, betreibt die Vattenfall Gmbh Kernkraftwerke in Deutschland, deren Laufzeit gerade kürzlich durch die Bundesregierung verlängert worden ist. Es ist allgemein bekannt, dass diese Kernkraftwerke abgeschrieben sind und damit erhöhte Profite erzielen. Ausserdem erzielt Ihr Unternehmen - was bei Wikipedia einfach nachzulesen ist - einen Jahresüberschuss von 909 Millionen Euro in 2009, so das es auch keinen sachlichen Grund für Ihre Preiserhöhung mir gegenüber gibt.

Ich weise von daher Ihre Forderungen als unbegründet zurück und erwarte, dass der alte Preis weiter bestehen bleibt.

Mit freundlichen Grüßen
s.