Karte der Masurischen Seen

1. Die Vorbereitung

0. Vorbemerkung

Es war Chrissi, die im Grunde dafür verantwortlich ist, dass ich mich überhaupt für das Segeln interessierte. Das habe ich bereits an anderer Stelle ausführlicher beschrieben. Und da ja meine Famlie aus dem früheren Ostpreussen kommt, kapierte ich schnell, dass die großen Masurischen Seen ein ganz herausragendes weit zusammenhängendes, mit Kanälen verbundenes Seengebiet ist.

Im Sommer 1987 - Datum überprüfen -  damals hatte ich noch nichtmal einen Segelschein, sondern nur Grundkenntnisse aus dem Segelkurs an der FU, war ich das erste Mal dort und mietete mir - zusammen mit meiner damaligen Freundin Bettina - eine offene Jolle für ein paar Stunden aus. Ich denke, das muss in Mikolajki gewesen sein und ich meine, wir kamen etwa bis Wierzba, also etwa 5 Kilometer weit.  Das Erlebnis auf dem Zeltplatz von Mikolajki werde ich mein Leben lang nicht vergessen. Es war nachts um 1, wir waren bereits in unseren Schlafsäcken tief vergraben und versuchten zu schlafen, krakelte bestimmt eine halber Stunde lang mehr oder weniger regelmässig, sichtlich angetrunken und schon etwas heiser: Hurra hurra jescsze troche! Hurra hurra jescsze troche! - Hurra hurra jescsze troche! Das klang war laut und durchdringend, aber im Grunde nicht agressiv, sondern eher positiv, fast euphorisch. Ich hatte kein Lexikon dabei, wir konnten keinen Fragen, und an Internet war damals noch gar nicht zu denken. Es war Tante Erna, die mich Tage später aufklärte. Hurra, hurra - das braucht nicht übersetzt zu werden, und jescsze troche könnte übersetzt werden mit - noch ein bisschen, es gibt noch was! Na, wenn das nicht eine hervorragende Botschaft war. Eine Botschaft, die damals Auslöser für mich war, polnisch zu lernen. Zuerst auf der Volkshochschule und in Zusammenhängen der Deutsch Polnischen Gesellschaft, später dann während zweier winterlicher Sprachurlaube bei der PNTA in Kraków. Anyway, meine Begeisterung für das Segeln in Polen und vor allem auf den Masurischen Seen war geboren.

Bereits zweimal segelte ich auf den Masurischen Seen - jeweils in den 90ern. Nach mehr als 10 Jahren ist es Zeit, diesen Ort wieder in die Planung aufzunehmen. Aber diesmal: mit eigenem Boot.

1. Die Strecke

Mapa Polska WaterwaysDass es einen Wasserweg gibt von den Masurischen Seen ist beschrieben worden in einer Publikation aus dem Jahr 1992:
Ritter, Monika und Johannes: Segeln in Masuren. Mauersee - Talter Gewässer - Spirdingsee - Beldahnsee - Niedersee. Hamburg : Edition Maritim, 1992 (ISBN: 3892252505). Das Buch ist vergriffen und nur noch antiquarisch erhältlich. Auf jeden Fall ist dort auf den letzten Seiten der Weg angegeben mit Kilometerangaben von der Oder bis zu den Masurischen Seen.

Eine genaue Analyse des beschriebenen Wegs zeigt, dass eine Strecke von etwa 850 km zurückzulegen ist. Für den Weg zu den Masuren hin ist es erforderlich, gegen die Fließrichtung der meisten Flüsse zu motoren, also die Warta (Warthe), die Wisla (Weichsel), die Narew und die Pisa hinauf. Mein Aussenborder schafft eine Geschwindigkeit von 10 km in der Stunde. Beim Fahren gegen eine Strömung von drei, vier oder gar fünf Stundenkilometern würde das bedeuten, dass ich mit Vollgas fahren, aber doch nur sieben, sechs oder fünf Kilometer pro Stunde vorankommen würde. Im Zweifelsfall: 10 Stunden Motoren für 50 Kilometer Strecke. Dazu der Benzinverbrauch. So ist klar, dass der Rückweg die bessere Strecke ist. Wenn es eine Strömung gibt, unterstützt sie uns. Deshalb fiel die Entscheidung, über den Rückweg nachzudenken, relativ bald.

Ein zweites kommt hinzu: Gerade Flüsse können nicht mit beliebigem Tiefgang befahren werden. Grundsätzlich gilt: Je kleiner der Fluß, desto weniger Tiefgang. Und tatsächlich wird der Tiefgang des letzten auf dem Weg zu den Masurischen Seen zu befahrenden Flusses, der Pisa, mit gerade mal 50 cm angegeben. Ich überlege zwar schon seit längerem, mir ein größeres Boot (mit nahezu zwangsläufig mehr Tiefgang) zuzulegen, aber klar ist auch: Wenn ich diese Strecke machen will, dann muß ich sie mit meinem Jollenkreuzer machen. Denn mit meinem Jollenkreuzer brauche ich, um irgendwo durchzukommen, maximal 30 cm Tiefgang.

2. Etappen

mein geplanter Wasserwerg in Polen 2011 - Quelle: Wikimedia Karte & eigene BearbeitungDie Strecke lässt sich grob gesagt in 4 etwa gleich große Etappen von je 200 km einteilen:

a) Masurische Seen über die Pisa & Narew nach Warschau

b) Die Weichsel von Warschau über die Staustufe von Wrocwawiak und Torün nach Bydgoszcz

c) Von Bydgoszcz nach Poznan

d) Von Poznan zur Oder

Material

Wasserweg Masury-Pisa-Narew-Wisla-Brda-Kanal Bdygoski-Notec-Warta-Odra.pdf

Loop Wielkopolskie.pdf

 

Adressen und Kontakt

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