Hierzu sollte es noch eine erläuternde Vorbemerkung geben! 

Czaplewski, Heinz/ Schneider, Stefan/ Welle, Jutta:

für mob - obdachlose machen mobil e.V.
- Projektleitung -

Berlin, 02.11.1998

Obdachlosenselbsthilfezentrum Berlin (OSZ-Berlin) - das Konzept -


 

I. Kurzzusammenfassung
II. Träger

  1. Trägerverein

  2. Vereinsziele (§ 2 der Satzung)

  3. Tätigkeiten des Vereins (Auswahl)

III. Obdachlosenselbsthilfezentrum - Projektkonzept

  1. Anforderungen an die Räumlichkeiten

  2. Anforderungen an den Standort

  3. Zielgruppen/ Nutzergruppen
    a) Ausgangslage
    b) Zielgruppen

  4. Öffnungszeiten

  5. Arbeitsabläufe/ Arbeitsformen

  6. Professionelle Unterstützung

  7. Inhalt und Umfang der Honorarverträge
    für die professionelle Unterstützung
    a) Schreibwerkstatt
    b) Computerkurse
    c) Motivationskurs
    d) Sozial- und Rechtsberatung
    e) Medizinische Grundversorgung

  8. Arbeitsplatzbeschreibungen für die 1/2 Stellen
    a) 1/2 Stelle ("Büroorganisator")
    Tätigkeiten
    Voraussetzungen
    Einstellungskriterium
    b) 1/2 Stelle ("Gruppenbetreuer")
    Tätigkeiten
    Voraussetzungen
    Einstellungskriterium

  9. Ausstattung der Räume (einmalig)

  10. Finanzierungsplan

  11. Eigenleistungen des Trägervereins

  12. Finanzierungsperspektiven


I. Kurzzusammenfassung

Obdachlose bzw. ehemals obdachlose Menschen wollen in Berlin ein Obdachlosenselbsthilfezentrum aufbauen, welches ihnen ermöglicht, in Selbstbestimmung und Selbsthilfe Schritte zur Verbesserung ihrer Lebenssituation zu gehen. Sie können dabei auf die Organisationsstruktur (Verein, Strassenzeitung, Wohnprojekt) und die Erfahrungen eines Selbsthilfevereins (mob - obdachlose machen mobil e.V.) zurückgreifen.

Das Obdachlosenselbsthilfezentrum soll für betroffene Einzelpersonen und Gruppen offen sein und gemeinsame Aktivitäten befördern. Vieles kann in ehrenamtlicher Arbeit selbst gemacht werden, aber:

  1. Um die Öffnungszeiten sicherzustellen und die Arbeit der Gruppen und Kurse zu koordinieren, sollen zwei halbe Stellen eingerichtet werden.

  2. Alle Arbeiten, die nicht selber gemacht werden können, sollen durch Honorarverträge abgedeckt werden, insbesondere für Fachberatung, Computer- und Schreibkurse, medizinische Hilfe, Motivationshilfe.

  3. Auch Miete und Sachkosten sollen in der Startphase (3 Jahre) gefördert werden.

Ein solches Zentrum wäre bisher einzigartig in Berlin, es gibt bislang keine vergleichbaren Selbsthilfezentren für obdachlose Menschen in der Stadt.


II. Träger

1. Trägerverein:

  • mob - obdachlose machen mobil e.V.

  • Hauptstr. 147 in 10827 Berlin

  • Gründung: 1994

  • Vereinsregistereintrag: 15386 Nz - Amtsgericht Berlin Charlottenburg

  • Gemeinnützigkeit: Finanzamt für Körperschaften I mit Bescheid von 1997

  • Mitglied in der Bundesbetroffeneninitiative wohnungsloser Menschen e.V. seit 1995

  • Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband seit 1998

  • Mitglied in der Bundesarbeitgemeinschaft medizinische Versorgung Wohnungsloser e.V.seit Gründung 1998

  • Mitgliedschaft in der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V. (beantragt)

  • zur Zeit 19 Vereinsmitglieder, davon 15 obdachlos oder ehemals obdachlos, großes Umfeld an ehrenamtlicher Mitarbeitern und Unterstützern


2. Vereinsziele (§ 2 der Satzung):

"Ziel des Vereins ist die Verbesserung der Lebensumstände von gesellschaftlich Benachteiligten und Ausgegrenzten, insbesondere Obdachlose bzw. von Obdachlosigkeit bedrohte Menschen. Ihnen soll ermöglicht werden, sich für ihre eigenen Belange und Interessen einzusetzen, eigenverantwortlich Initiativen und Projekte aufzubauen und durchzuführen und so selbst eine Veränderung und Verbesserung ihrer Lebenslage herbeizuführen.
Das wird insbesondere verwirklicht durch:
- Lesungen, Diskussions- und Kulturveranstaltungen, Ausstellungen,
- Maßnahmen der Aus-, Fort- und Weiterbildung,
- Kultur- und Sozialprojekte
- die Entwicklung geeigneter Wohn- und Arbeitsformen.
Der Verein will allgemein auf das Problem der Wohnungslosigkeit und Wohnungsnot aufmerksam machen; in sozialer, kultureller und politischer Hinsicht aufklärend auf die Bevölkerung einwirken und eine konstruktive Zusammenarbeit zwischen Wohnungslosen und Nicht-Wohnungslosen ermöglichen, unterstützen und kritisch begleiten. (...)

3. Tätigkeiten des Vereins (Auswahl):

  • Zweckbetrieb: Straßenzeitung Strassenfeger (siehe Anlage 1 - Selbstdarstellung), arbeitet kostendeckend und finanziert Arbeitsplätze/ Verdienstmöglichkeiten im Bereich Redaktion und Vertrieb

  • Öffentlichkeitsarbeit: Informationsstände auf Straßenfesten, Veranstaltungen

  • Medienpräsenz in Rundfunk, Fernsehen, Presse, Internet

  • Kampagnen: "Crashkurs: Obdachlosigkeit" (1997); "Betteldiplom" (1998), "Stiftung Wärmestubentest" (1999)

  • Wohnprojekt Straßmannstr. 24 (Zwei 3-Zimmer Wohngemeinschaften) als Übergangseinrichtung seit 1998, finanzierung hauptsächlich durch Mietkostenübernahme

  • Kundgebungen: "Draussen ohne Tür" zum 1. Mai (seit 1997), "Die Stadt gehört allen" zusammen mit der Bundesbetroffeneninitiative wohnungsloser Menschen in Berlin (1988)

  • Vernetzung: Herausgeber "Wegweiser Kältehilfe" 1997/98 und 1998/99

  • Kultursponsoring: Obdachlosentheatergruppe Ratten 07

  • Kunst/Kulturförderung: Fotoausstellung "Keine Gnade auf der Straße" 1998

  • Beschäftigungsstelle für "gemeinnützige zusätzliche Arbeit"

  • Beschäftigungsstelle für "Hilfe zur Arbeit" (z.Zt. 2 Stellen, Zuordnung Wohnprojekt bzw. Zeitungsprojekt)

  • Anerkennung als Zivildienststelle seit 1998 (z.Zt. 1 Stelle, Zuordnung Wohnprojekt/ Notübernachtung)

  • Anerkennung als Praktikumsstelle für Heilerziehungspflege (z.Zt. 1 Stelle, Zuordnung Wohnprojekt und Verkäuferberatung) und Sozialarbeit (beantragt)

  • Beschäftigungsstelle für "freie Tätigkeit" zur Abwendung von Ersatzfreiheitsstrafen


III. Obdachlosenselbsthilfezentrum - Projektkonzept

1. Anforderungen an die Räumlichkeiten:

  • Ladenwohnung: von der Straße begehbar,

    - 1 großer Versammlungs- bzw. Gruppen(arbeits)raum,

    - 1 Büroraum für 2-3 Arbeitsplätze,

    - 1 kombinierter Gruppenraum und Ruheraum, auch für medizinische Grundversorgung und Einzelarbeit geeignet,

    - 1 Küche,

    - 1 Bad (mit Ausstattung: Dusche und Waschmaschine)

  • vorgesehene Gesamtgröße von 80-100 qm


2. Anforderungen an den Standort:

  • Örtlichkeit: Innenstadt, gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel, durchaus auch in einem sozialen Brennpunkt, Schwerpunkt im Ostteil der Stadt

  • Zielobjekt: ehemalige Umweltbibliothek in der Schliemannstr., Nähe Helmholzplatz, Berlin Prenzlauer Berg

  • Kosten des Zielobjekts: Miete 1.200,-- DM Bruttokaltmiete


3. Zielgruppen/ Nutzergruppen:

a) Ausgangslage

Allgemein gesagt: Die Lebenslage Wohnungslosigkeit ist gekennzeichnet durch einen weitestgehenden Ausschluß von gesellschaftlicher Partizipation und einen Zerfall individueller Tätigkeiten. Der Alltag ist gekennzeichnet von der Sorge ums Überleben Tag für Tag in Verbindung mit subjektiv wahrgenommener Chancenlosigkeit und in der Regel objektiv fehlender Perspektiven. Kreative Überlebenstrategien gehen einher mit permanenter Unterforderung, die Lebenslage fördert eine Abhängigkeit von Versorgungs-, Hilfeangeboten und Ämtern bzw. Behörden sowie (aufgrund mangelnder finanzieller Ressourcen) eine latente Tendenz zur Kleinkriminalität (Mundraub, Diebstähle, Schwarzfahren). Soziale Beziehungen verarmen und sind in der Regel beschränkt auf (funktionale Kontakte zu) LeidgenossInnen und professionelle HelferInnen, sexuelle und partnerschaftliche Beziehungen sind nur stark eingeschränkt möglich oder finden als Prostitution oder im Armutszölibat statt. Biografisch erworbene Kompetenzen gehen verloren und Qualifikationen werden entwertet, Suchtproblematiken (oft als Verarbeitungs- oder Bewältigungsstrategie der Lebenssituation) entstehen oder potenzieren sich, körperliche Belastungen (Kälte, Witterung, ungenügende Ernährung, Drogen) führen auf Dauer zu massiven und z.T. bleibenden gesundheitlichen Schäden. Der dauerhafte Verbleib in solchen Strukturen findet als Folge häufig seinen Ausdruck in psychischen Auffälligkeiten, Sinn- und Motivationsverlust, Resignation, Lethargie oder individuellem Protest ("Scheiß-egal-Effekt"), ein Ausstieg bzw. eine nachhaltige Veränderung/Verbesserung aus derart belastenden Strukturen der Lebenslage wird umso schwieriger, je länger Wohnungslosigkeit andauert.

b) Zielgruppen

  • Obdachlose, die noch keinen Kontakt zu bestehenden Hilfeeinrichtungen haben

  • Obdachlose, die keinen Kontakt mehr zu bestehenden Hilfeeinrichten haben

  • Obdachlose, die auf der Straße leben

  • Obdachlose mit spezifischen Selbsthilfeinteressen

  • Obdachlose mit Qualifikationsabsichten

  • Selbsthilfegruppen, Arbeitsgruppen aus dem Obdachlosenbereich und vergleichbare Armutsinitiativen

  • ehemalige Obdachlose

  • von Obdachlosigkeit und Armut bedrohte Menschen

  • Haftentlassene, die eine erste Anlaufstelle benötigen

  • arme Menschen aus der Nachbarschaft


4. Öffnungszeiten:

Mo - Fr von 9-12 und 16 - 20 Uhr (ganzjährig);

darüber hinaus weitere Auslastung jenseits der Öffnungszeiten durch Nutzergruppen (ehrenamtlich organisiert)


5. Arbeitsabläufe/ Arbeitsformen:

Permanente Funktionen als Kontakt- und Informationsbörse, Selbsthilfezentrum

  • Öffnungszeit: vormittags 9 - 12

  • Koordination: 1/2 Stelle ("Büroorganisator"), ggf. Unterstützung durch ehrenamtliche Mitarbeiter

  • Nutzungsform: öffentliche Bürozeiten/Büronutzung, d.h.freie Tätigkeit durch die vorgesehene Ziel- bzw. Nutzergruppe: Verfassen von Briefen, Telefonate, Informationssuche, Öffentlichkeitsarbeit, Arbeits- und Wohnungssuche, Auskünfte, Vermittlungen, gegenseitige Beratung

  • Öffnungszeit: nachmittags 16 - 20

  • Koordination: 1/2 Stelle ("Gruppenbetreuer" mit Leitungsaufgaben), Unterstützung durch ehrenamtliche Mitarbeiter und Honorarkräfte für besondere Aufgaben

  • Nutzungsform: Gruppenarbeit (offene und geschlossene Gruppen), z.T. unter Anleitung (siehe unten), Kurse (Computerkurse, Schreibwerkstatt), Seminare, Vorträge, Arbeitsgruppen, Beratungsangebote (zu Sozialhilfe, Rechtsberatung), offene Treffpunktarbeit, Essensausgabe (über Berliner Tafel), Kleiderausgabe (in Kooperation mit Kleiderkammern)




  mo di mi do fr  sa so
 9-12öffentliche Bürozeitenöffentliche Bürozeitenöffentliche Bürozeiten öffentliche
Bürozeiten
öffentliche
Bürozeiten
  
 12-16        
 16-20z.B. Computer-
kurs
z.B. Sozialhilfe- und Rechts-
beratung

z.B. Mitarbeiter-
besprechung

z.B. Medizinische Versorgung

z.B. Schreib-
werkstatt
z.B. Motivations-
kurs, z.B. weitere Gruppen-
treffen
freie Kapazitäten,
z.B. Seminare, Vorträge, Kultur-
veranstal-
tungen
freie Kapazitäten,
z.B. Seminare, Vorträge, Kulturver-
anstaltungen
 ab 20z.B. Kontakt-
börse
  z.B. offener
Treffpunkt
Kino, Theater, Feste usw.Kino, Theater,
Feste usw.
 


6. Professionelle Unterstützung:

Honorarverträge müssen für nachfolgende spezialisierte Angebote abgeschlossen werden, da in diesen Bereichen kaum Qualifikationen durch die Nutzer vorauszusetzen sind:

a) Schreibwerkstatt
b) Computerkurse
c) Motivationskurs
d) Sozial- und Rechtsberatung
e) Medizinische Grundversorgung

Zu Inhalt und Umfang der professionellen Unterstützung siehe nachfolgenden Punkt.


7. Inhalt und Umfang der Honorarverträge (pro Jahr) für die professionelle Unterstützung:

a) Schreibwerkstatt

  • Form: als Kurse

  • Dauer: 8 Wochen, 1 Treffen pro Woche mit 4 Zeitstunden;

  • Größe: Kleingruppenarbeit für 2-3 Personen, da intensive Förderung notwendig ist.

  • Inhalte: Schreibübungen, Formulierungsübungen, Verfassen einfacher Texte, Erstellen von Briefen und Anträgen, Grundregeln der Rechtschreibung und Zeichensetzung, Kommunikation über das Medium Text.

  • geplanter Umfang: 4 Kurse in 1999

  • Summe der Honorarstunden: 128 Zeitstunden/ Jahr = 85,34 Honorar-Doppelstunden x DM 35,25 (Gruppe 1.5)

  • Kosten: 3.008,05 DM

b) Computerkurse

  • Form: als Kurse

  • Dauer: 6 Wochen, 1 Treffen pro Woche mit 4 Zeitstunden;

  • Größe: Kleingruppenarbeit für 4-6 Personen, bis zu 2 Personen an einem Computer.

  • Inhalte:

    - Einführung in das Arbeiten mit Computern = Kurs 1 und 4

    - Arbeit mit Textverarbeitungsprogrammen = Kurs 2 und 5

    - Arbeiten im Internet = Kurs 3 - 6.

    - Bei Bedarf kann auch ein Schreibmaschinenkurs eingerichtet werden.

  • geplanter Umfang: 6 Kurse in 1999

  • Summe der Honorarstunden: 144 Zeitstunden/ Jahr = 96 Honorardoppelstunden x 35,25 DM (Gruppe 1.5)

  • Kosten: 3.384,- DM

c) Motivationskurs

  • Form: als Kurse

  • Dauer: 6 Wochen, 1 Treffen pro Woche mit 2 Zeitstunden;

  • Größe: Einzelarbeit

  • Inhalte: Angstabbau, Motivationsfindung, Lebens- und Zielfindung, Klärung persönlicher Schwächen und Stärken, Einübung von Konfliktverhalten, Förderung der Handungsfähigkeit

  • geplanter Umfang: 8 Kurse in 1999

  • Summe der Honorarstunden: 96 Zeitstunden/ Jahr = 64 Honorardoppelstunden x 58,05 DM (Gruppe 1.4)

  • Kosten: 3.715,20 DM

d) Sozial- und Rechtsberatung

  • Form: als Gruppenberatung, bei Bedarf Einzelberatung

  • Dauer: ganzjährig als wöchentliches Angebot

  • Beratungsinhalte: Sozialhilfe, Arbeitslosengeld bzw. Hilfe, sonstige Versorgungs- und Unterhaltsansprüche, Rechtsberatung, Tips und Hilfestellung bei Antragstellungen, weiterführende Informationen

  • geplanter Umfang: wöchentlich 4 Stunden an 46 Wochen im Jahr

  • Summe der Honorarstunden: 184 Zeitstunden/ Jahr = 122,67 Honorardoppelstunden x 58,05 DM (Gruppe 1.4)

  • Kosten: 7.121,00 DM

e) Medizinische Grundversorgung/ Hygiene- Infektions- und Ernährungsberatung

  • Form: als Sprechstunde durch einen Arzt in Sprechstundenform mit Unterstützung durch HEP in AJ (siehe oben)

  • Dauer: ganzjährig als wöchentliches Angebot

  • Inhalt: siehe Titel

  • geplanter Umfang: wöchentlich 4 Stunden an 46 Wochen im Jahr

  • Summe der Honorarstunden für den Arzt:
    184 Zeitstunden/ Jahr = 122,67 Honorardoppelstunden x 96,95 DM (Gruppe 1.2)

  • Kosten:11.892,85 DM

Summe Honorarkosten a) - e): 29.121,10 DM


8. Arbeitsplatzbeschreibungen für die 1/2 Stellen

a) 1/2 Stelle ("Büroorganisator")

  • Tätigkeiten:

    - Sicherstellung der Öffnungszeiten

    - Organisation von Aufträgen

    - Beantwortung von Anfragen

    - Weiterleitung von Informationen und Post und einzelne Nutzer (Postfächer) und Gruppen

    - Sammlung von relevanten Information, Aushängen, Infobroschüren, Wegweisern

    - Einfache Anleitungsarbeiten (Benutzung Schreibmaschine, Computer)

    - Ansprechpartner für Besucher, Spender, Nutzeranfragen, Bedarfsanfragen

    - Zusammenarbeit mit Ämtern und Behörden sowie Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe, Selbsthilfegruppen und Initiativen im Wohnungslosenbereich

    - Verwaltungstätigkeiten (z.B. Mietund Mietnebenkosten, Honorarabrechungen, Finanzierungsfragen, Spendenund Sponsorenwerbung)

    - Werbung und Öffentlichkeitsarbeit

    - Einarbeitung interessierter Nutzer in ehrenamtliche Unterstützung der Arbeit

    - Zusammenarbeit mit den ehremamtlichen Mitarbeitern, Koordination der Tätigkeiten, Arbeitsplanung

  • Voraussetzungen:

    - Grundkenntnisse in Büroarbeit und -organisation, Computerkenntnisse, soziale Kompetenzen, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit.

  • Einstellungskriterium:

    - Es soll bevorzugt eine obdachlose bzw. ehemals obdachlose oder behinderte Person eingestellt werden, sofern sie über die erforderlichen Qualifikationen verfügen.

  • Personalkosten für diese 1/2 Stelle mit Arbeitsvertrag: 34.801,03 DM

b) 1/2 Stelle ("Gruppenbetreuer")

  • Tätigkeiten:

    - Sicherstellung der Öffnungszeiten

    - Organisation von Gruppennutzung bzw. Kursnutzung

    - Organisation von offenen Angeboten und Terminen

    - Mitwirkung beim Aufbau weiterer Gruppen bzw. Selbsthilfeinitiativen

    - Herstellung von persönlichen Kontakten der Gruppen und Nutzer untereinander

    - Einberufung und Leitung von Team- bzw. Mitarbeiterbesprechungen, auch Krisenbesprechungen

    - Erstellung einer Nutzungsstatistik

    - Erstellung eines Jahresberichts

    - Koordination der Essensausgabe (Kooperation mit Berliner Tafel e.V., sonstigen Spendern, Einkäufe), Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Mitarbeitern im Bereich Versorgung

    - Zusammenarbeit mit Ämtern und Behörden sowie Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe, Selbsthilfegruppen und Initiativen im Wohnungslosenbereich

    - Werbung und Öffentlichkeitsarbeit

    - Einarbeitung interessierter Nutzer in ehrenamtliche Unterstützung der Arbeit

    - Zusammenarbeit mit den ehrenamtlichen Mitarbeitern, Koordination der Tätigkeiten, Arbeitsplanung

  • Voraussetzungen:

    - Sozialarbeiterische Qualifikation, Fähigkeit zur Wahrnehmung von Leitungsund Koordinierungstätigkeiten, pädagogische Grundkenntnisse (vor allem in der Gruppenarbeit- und Gruppendynamik), Fähigkeit zur Anleitung von Selbsthilfegruppen und Leitung offener Treffpunkte und zur Außendarstellung , Kommunikations- und Konfliktfähigkeit.

  • Einstellungskriteriun:

    - Es soll bevorzugt eine obdachlose bzw. ehemals obdachlose oder behinderte Person eingestellt werden, sofern sie über die erforderlichen Qualifikationen verfügen.

  • Personalkosten für diese 1/2 Stelle mit Arbeitsvertrag: 34.801,03 DM

Summe Personalkosten für 2 x 1/2 Stellen mit Arbeitsvertrag: 69.602,06 DM

Summe Personalkosten
1/2 Stellen mit Arbeitsvertrag und Honorarkosten total:
98.723,16 DM


9. Ausstattung der Räume (einmalig):

Zur Ausstattung der Räume sind folgende einmalige Anschaffungen von Nöten:

  • ISDN-Anlage
    zur Gewährleistung der Erreichbarkeit per Telefon, Fax, AB sowie für den Internetzugang der Computer

  • Tel/Fax/AB (kombiniertes Gerät)

  • Fotokopierer (einfach A4)

  • Internetfähiger Computer und Drucker

  • Büroeinrichtung und Regale
    hierbei wird davon ausgegangen, daß die Büroeinrichtung kostengünstig aus 2. Hand von entsprechenden Projekten (etwa: Helfende Hände gGmbH) bezogen werden kann.

  • Renovierungsmaterial
    (Tapeten, Farben, Lacke, Kleister usw.)
    hierbei wird davon ausgegangen, daß die Renovierung selbst weitgehend in Eigenleistung sowie in Form von Unterstüztung durch gzA-Kräften durchgeführt werden kann.

Kostenrahmen einmalige projektbezogene Anschaffungen: total
7.450,-- DM

im Einzelnen siehe Punkt 10. Übersicht Finanzen


10. Übersicht Finanzen

Finanzierungsplan 1999

Zeitraum vom 01.01.1999 bis 31.12.1999 f+r das aus Zuwendungsmitteln zu förderde Projekt "Obdachlosenselbsthilfezentrum Berlin" (OSZ-Berlin)

Einnahmen:

 

1. Eigenmittel 0,-- DM

2. Zuwendungen anderer Stellen 0,-- DM

3. Zuwendungen der Senatsverwaltung für Soziales 131.083,16 DM

----------------------------------------------------------------

Gesamtsumme 131.083,16 DM

 

Ausgaben:

A Personalkosten

1. Honorare 29.121,10 DM

2. Personalkosten für Kräfte mit Arbeitsvertrag 69.602,06 DM

B Sachkosten

1. Bewirtschaftungskosten von Räumen

- Miete (1.200,-- DM/ Monat) 14.400,-- DM

- Strom 1.200,-- DM

- Heizung 1.500,-- DM

2. Verbrauchsmittel

- Büromaterial (150,-- DM/ Monat) 1.800,-- DM

- Tel/Fax (200,-- DM/ Monat) 2.400,-- DM

- Porto 1.210,-- DM

- Werkmaterial(100,-- DM/ Monat) 1.200,-- DM

3. Öffentlichkeitsarbeit (Informationsmaterial) 1.200,-- DM

C Einmalige projektbezogene Anschaffungen

- ISDN-Anlage 450,-- DM

- Tel/Fax/AB (kombiniertes Gerät) 800,-- DM

- Fotokopierer (einfach A4) 400,-- DM

- Internetfähiger Computer und Drucker 3.500,-- DM

- Büroeinrichtung und Regale 300,-- DM

- Renovierungsmaterial (Tapeten, Farben, Lacke, Kleister usw.) 2.000,-- DM

Zusammenfassung

A Personalkosten 98.723,16 DM

B Sachkosten 24.910,-- DM

C Projektbezogene einmalige Anschaffungen 7.450,-- DM

---------------------------------------------------------------------------

Gesamtsumme 131.083,16 DM


11. Eigenleistungen des Trägervereins:

  • Erfahrung in der Organisation und Arbeit von Selbsthilfegruppen Obdachloser

  • Kontakte und Kooperationen mit bestehenden Einrichtungen, Gruppen, Initiativen und Projekten (auch bundesweit)

  • hoher Bekanntheitsgrad des Vereins in Öffentlichkeit und bei den Wohnungslosen

  • Potential an ehrenamtlichen motivierten Mitarbeitern und Helfern (auch ehemals Obdachlose)

  • Grundausstattung an Büromöbeln (1 Schreibtisch, 1 Tisch, 1 Regal, 12 Stühle, 1 Teppich, 1 Telefon, 1 Anrufbeantworter)

  • eigene Zeitung "strassenfeger" zur Öffentlichkeitsarbeit und Information

  • Erfahrungen im Umgang mit Sucht und Drogenproblematik

  • 1. Vorverhandlungen für potentielle Räumlichkeiten sind bereits erfolgt

  • Unterstützung des wöchentlichen Angebots "Medizinische Grundversorgung/ Hygiene- Infektions- und Ernährungsberatung" wird gewährleistet durch HEP im AJ.

  • Unterstützung bei Transportarbeiten (z.B. Abholung von Spenden und Essen usw.) durch ZDL

  • stundenweise Bereitstellung von Arbeitskapazitäten (ZDL, HEP, gzA und HzA-Kräfte, Kapazitäten von "freie Tätigkeit" zur Abwendung von Ersatzfreiheitsstrafen)


12. Finanzierungsperspektiven

Bereits im Verlauf der Arbeit des ersten Jahres muß das Ziel sein, einen "Freundes- und Unterstützerkreis des OSZ-Berlin e.V." (Arbeitstitel) aufzubauen, dessen Zielsetzung darin besteht, das Obdachlosenselbsthilfezentrum durch geeignete Maßnahmen der Öffentlichkeitsarbeit und durch die Einwerbung von Spenden sowie den Aufbau zu Kontakten zu möglichen Sponsoren zu unterstützen.

Ziel dieser Unterstützerarbeit muß sein, im Verlauf der 3jährigen Anschubförderung den Eigenanteil zur Bestreitung der laufenden Kosten zu erhöhen. Zugleich ist in diesem Zeitraum zu prüfen, welche Teile der Arbeit in die Regelförderung überführt werden können und durch welche anderen Finanzierungskonzepte die laufende Arbeit gewährleistet und ggf. weiter ausgebaut werden kann.

Für das Ende der Anschubförderung im Jahr 2002 ist die Arbeit des OSZ in eine geeignete eigentständige Rechtsform (etwa: gGmbH) zu überführen, mit dem Ziel, eine organisatorische und finanzielle Autonomie sicherzustellen, die zugleich eine demokratische Beteiligung aller Nutzer- und Interessengruppen garantiert (Trägernetzwerk).


 

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