Seddinsee, Dommelwall & Gosen aus der Luft, Juni 2008 - Foto: Stefan Schneider Die Notiz ist ein kurze, aus dem Berliner Tagesspiegel vom 18.07.2007:

"Wenn Mary Fulbrook mehr Mut zur Differenzierung, zum Kontext und zur Komplexität in der Erinnerungskultur forderte, dann lieferte Thomas Elsaesser ein Beispiel dafür. Der Filmwissenschaftler bewegte sich über die Grenzen seines Fachs hinaus und befasste sich mit der Insel Dommelwall im Seddinsee als Beispiel für einen Berliner Erinnerungsort. Der Gartenbauarchitekt Leberecht Migge, der unter anderem die Grünanlagen für die Berliner Großsiedlung Onkel Toms Hütte gestaltet hatte, versuchte hier in den frühen 30er Jahren seine Ideen vom Aussteigen und von der Selbstversorgung in die Praxis umzusetzen. Migge sei ein Urahn der grünen Bewegung, sagte Elsaesser, aber seine Ideen ließen sich auch gut in die Blut-und-Boden- und Volksgesundheits-Ideologie der Nazis einbauen. „Er hatte Glück, dass er 1935 starb."" Tagesspiegel vom 18.07.2007, Autor Markus Hesselmann

Eine weitere Quelle dazu ist eine Diplomarbeit aus Kassel: Blank, Martin/ Schmid, Astrid: Die Sonneninsel im Seddinsee. Kassel 1994. (siehe hier)

Die interessanten Fragen also sind: Was machte Leberecht Migge auf dem Dommelwall im Seddinsee? Gibt es noch Spuren? Weitere Dokumente? Pläne, Skizzen, Notizen?

Weitere Bezugspunkte:

 

Kartenübersicht Stettiner Haff - Quelle: WikimediaIm Jahr 2002 war ich mit meinem Jollenkreuzer auf der Oder unterwegs und segelte im Stettiner Haff und überwiegend auf der polnischen Seite, wollte aber ggf. auch weiter Richtung Usedom, was wegen des Wetters und der Zeit nicht möglich war. Aus dem Internet hatte ich mir einen Text von den Kajakfahrern herausgesucht, der sich mit den - damals komplizierten - Ein- und Ausreisebedingungen befasst. Ich dokumentiere gerne, wie kompliziert es damals war. Vor allem, auf dem Stettiner Haff bei einer Grenzüberquerung raus zum Grenzboot segeln zu müssen, machte mir damals einige Sorgen.


Einreise "Polen"

Wer von Usedom (Brandungsseite bzw. übers Kleine Haff) nach Polen paddeln möchte, z.B. um Usedom bzw. Wolin zu umrunden, muss sich anschliessend sofort bei den zuständigen polnischen Grenz- und Zollabfertigungsstellen melden:

  1. Anreise über das Kl. Haff: Kommt man vom Kleinen Haff (westl. Stettiner Haff) meldet man sich zunächst im Hafen von Uckermünde bei den deutschen Behörden ab (Hinweis: Es ist auch möglich, sich telefonisch bei der Grenzabfertigungsstelle Ahlbek (Tel. 038378/465110) abzumelden.) und anschliessend zunächst beim polnischen Grenzwachboot, das i.d.R. in der Nähe der Grenztonne 15 und 16 bzw. 17 und 18 liegen soll, und dann in Neuwarp (Nowe Warpno / Festland) bei den polnischen Hafen-Behörden (östlich des Fischereihafens) an. D.h. ein "Sprung" direkt von Usedoms Südküste hinüber nach Wollin ist nicht zulässig!
  2. Anreise über die Ostsee: Paddelt man entlang der Ostseeküste von Usedom meldet man sich telefonisch bei der Grenzabfertigungsstelle Ahlbek (Tel. 038378/465110) ab und in Swinemünde (Swinoujscie / Wolin) bei den polnischen Hafen-Behörden (am östlichen Ufer der Swina kurz vor der Einmündung in die Ostsee) an.
  • Unter Umständen bietet es sich auch an, frühestens beim Seebad Ahlbeck (Ostseeküste) anzulanden und dann per Bootswagen den für Fussgänger offenen Grenzübergang nach Polen zu überschreiten. Danach kännte man dann weiter zur polnischen Ostseeküste von Usedom ziehen und dort wieder einsetzen. Aber nötig ist das nicht!

Bei der Ausreise nach Deutschland läuft dann alles in umgekehrter Reihenfolge ab.
Bei der Einreise mit mehreren Kajaks (sonst genügt ein gültiger Personalausweis) sollten vorsichtshalber - wie bei Segelbooten üblich - je zwei Kopien der "Mannschaftsliste" vorgelegt werden, und zwar zum einen für die Grenz- und zum anderen für die Zollabfertigung. In der Mannschaftsliste muss u.a. folgendes aufgeführt werden:

  1. Vor- und Nachname der Fahrtenleitung, Geburtsdatum, Geburtsort sowie Passnummer der Fahrtenleitung
  2. Name des zuletzt angelaufen Hafen sowie die voraussichtliche weitere Route;
  3. Anzahl der Kajaks
  4. Name und Registriernummer aller einzelnen Sportboote (übertragen auf Seekajaks: Name des Kajaks, Name des zugehörigen Vereins inkl. Hinweis auf DKV-Zugehörigkeit); einschliesslich der Angabe über die zu jedem Kajak gehörenden Personen (hier: Vor- und Nachnamen, Geburtsdatum, Geburtsort sowie Passnummer). Bei der Einreise muss der Personalausweis noch mindes­tens 6 Monate gültig sein.

Link: www.elwis.de (gehe zu: Freizeitschifffahrt, Sportschifffahrt Polen)
Quelle: DSV-Verlag (Hrsg.), Hafenhandbuch Polen, Update 2000, S.4 (DM 10,-), welches von den wichtigsten Häfen Skizzen enthält, z.B. auch von Swinemünde, Neuwarp und Dievenow (Ostende Wolin).
Literatur: Dinter,W.: Im Faltboot rund um Wolin. Seekajak 59/97, S.26-30.

Der Herr ist mein Lotse. Ich werde nicht stranden.

Er leitet mich auf dunklem Wasser und führt mich auf der Fahrt

meines Lebens.

Er gibt mir neue Kraft und hält mich auf rechtem Kurs

um seines Namens willen.

Und geht es durch Unwetter und hohe See, fürchte ich mich nicht,

denn du bist bei mir, deine Liebe und Treue sind mein Schutz.

Du bereitest mir einen Hafen am Ende der Zeit.

Du beschwichtigst die Wellen und läßt mich sicher segeln.

Die Lichter deiner Güte und Freundlichkeit werden mich begleiten

auf der Reise meines Lebens,

und ich werde Ruhe finden in deinem Hafen immerdar. Amen.

 

nach Psalm 23.

Filmplakat Elbe (2007) Film von Marco Mittelstaedt auf www.moviemaze.deZwei alte Freunde verlieren ihren Arbeitsplatz als Binnenschiffer auf der Elbe. Während der bodenständige Gero versucht, wieder Fuß zu fassen, setzt der leichtsinnigere Kowsky immer wieder Freundschaft und Leben aufs Spiel. Trotz allem machen sie sich gemeinsam auf den Weg von Dresden nach Hamburg, in der Hoffnung auf neue Arbeit, eine neue Liebe, ein neues Leben. Aus alter Gewohnheit ist ihre Straße die Elbe.
Trailer

Inhalt
Kowsky und Gero sind ein eingespieltes Team. Seit 20 Jahren befahren sie auf ihrem Frachtkahn die Elbe. Zusammen mit dem Fluss bilden sie ein unschlagbares Gespann. Doch ihr ungebundenes Leben gerät ins Wanken, als ihnen die Reederei unerwartet kündigt. Für beide bricht eine Welt zusammen. Kowsky muss feststellen, dass seine Familie sich längst von ihm entfernt hat: Seine Frau hat einen Liebhaber und sein Sohn nimmt ihn nicht ernst. Er resigniert – vertrinkt und verspielt sein letztes Geld. Gero versucht sich durchzuschlagen, indem er sein Segelboot zu einem „Wassertaxi für Verliebte“ umfunktioniert.

Doch da Kowsky nicht wie vereinbart die Raten für das Boot bezahlt hat, soll es vom Gerichtsvollzieher beschlagnahmt werden. Wütend flieht Gero mit dem Boot – mit Kowsky will er nichts mehr zu tun haben. Doch der folgt ihm, bis Gero ihn wieder mit auf das Schiff nimmt. Kowsky behauptet, eine Arbeit bei einer Reederei in Hamburg in Aussicht zu haben, und gemeinsam machen sie sich auf den Weg, auf ihrem Fluss – der Elbe.

In Wittenberg stockt Gero die Reisekasse auf, indem er in einem Gemüsemarkt arbeitet, wo er sich in die Verkäuferin verliebt. Doch Kowsky drängt Gero zur Weiterfahrt, bis die Polizei das Boot schließlich beschlagnahmt. Mit einem gestohlenen Ruderboot setzen sie ihre Reise fort. In Magdeburg nimmt Gero vorsichtig Kontakt zu seiner Tochter auf, die ihn nicht kennt und von der er bisher nur Fotos gesehen hat. Sie macht eine Ausbildung in einem Hotel, und Gero unterhält sich mit ihr an der Rezeption. Sein Geheimnis behält er für sich, doch er weiß, sie haben einen gemeinsamen Traum: den Ayers Rock in Australien mit eigenen Augen zu sehen.

Während Gero immer mehr Verantwortung für sein Leben übernimmt, lässt Kowsky sich treiben. Im Hinterzimmer einer Kneipe lässt er sich auf ein Kartenspiel ein und wird von seinen zwielichtigen Mitspielern betrogen. Doch Kowksy weiß sich durch einen ganz eigenen Trick zu helfen: Schon seit der Kindheit hat er die Fähigkeit, aus jedem beliebigen verdeckten Kartenspiel die Herz Dame zu ziehen. Seinen Herausforderern gefällt das natürlich gar nicht. Gerade als die Situation brenzlig wird, kommt Gero und hilft seinem Freund aus der Misere. Und Kowsky wird noch einiges über den Wert von Freundschaft, Solidarität und Bindungen lernen.

ELBE - ein ruhiger und tiefgehender Film über Verlieren, Suchen und Finden. Über Freiheit, Träume und Verantwortung. Über Weggehen und Ankommen. Und den Fluss, der den großen und kleinen Geschichten des Lebens als Bühne dient.

Quelle: http://www.moviemaze.de/filme/1864/elbe.html

Fellowship 28 - Quelle: www.homeprot.nlEin Segler, der ein Boot hat, träumt - na klar - von einem größeren Boot. Mit meinem 15er Jollenkreuzer sind zwar eine Reihe von Reisen möglich, vorwiegend im Binnenland, aber an der Küste ist Schluß. Jollenkreuzer haben auf offenen Gewässern nichts zu suchen, auch wenn es immer wieder Ausnahmen gibt, die die Regel bestätigen. Dabei handelt es sich entweder um SeglerInnen, die leichtsinnig sind, oder aber um Menschen mit großer Erfahrung, die wissen, was sie tun und günstige Wetterperioden abwarten, um auf Reise zu gehen. Da ich relativ spät zum Segeln gekommen bin und gerade die Wetterbeobachtung eben nicht zu meinen Stärken zählt, sollte ich auf der sicheren Seite bleiben.

 Auf der Suche nach einem Boot für weitergehende Törns suche ich also ein Boot, das tauglich ist für die Ost- und Nordsee. Ein (gemäßigter) Langkieler, Stahl oder besser GFK, gut aussehend, preisgünstig. Eine Zeit lang habe ich die Albin Vega favorisiert, zeitweilig auch die Folkeboote, und auch die Domps habe ich immer wieder angesehen. Inzwischen favorisiere ich von der Niederländischen Werft De Kloet die Fellowship 28.

 Warum: Die Preise sind teilweise erschwinglich, es handelt sich um einen gemäßigten Langkieler, die Tiefgang ist meit 1,10 Metern moderat, die Innenaufteilung mit Dinette und Küchenzeile ist klar strukturiert, das Segelverhalten wird als angenehm beschrieben, und vor allem sehen die Schiffe gut aus.

Also mal sehen, ob und wann ich mir diesen Traum erfülle, ob ich ein solches Boot erwische und was dann auf mich zu kommt.

Die Werft: De Kloet in den Niederlanden

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