Oderberger Str. 12 - Wir bauen auf Sie!

An dieser Stelle erfahren unsere Leserinnnen und Leser gewöhnlich Neues vom Baufortschritt in unserem Haus Oderberger Straße 12 und werden gebeten, unser ehrgeiziges Bauvorhaben zu unterstützen.

Dazu erreichte uns vor einiger Zeit folgender Leserbrief:

Sehr geehrte Damen und Herren,

vor kurzem habe ich in der Berliner U-Bahn “Die Strassenzeitung” gekauft. Darin fand ich einen Bericht, der mich auf das Selbsthilfeprojekt Oderberger Straße 12 aufmerksam machte. Da mir die Idee gut gefallen hat, wollte ich gerne mit einer kleinen Spende zum weiteren Gelingen beitragen.

Daher bin ich zur Oderberger Straße 12 gefahren und habe mir vor Ort einen Eindruck verschafft: Leider war, trotz guten Wetter und zum Teil offenen Fenster, von den vermuteten Baulärm nichts zu hören. Nur zwei Personen habe ich gesehen, die sich im Durchgang unterhielten, keinen einzigen “Arbeiter”.

Daher meine Frage als potentieller Klein-Spender: Warum wird da am Montagvormittag nicht gearbeitet? Wann finden denn in der Regel die Bautätigkeiten statt, so das man mal vorbeikommen kann?

Leider kann ich den bisherigen Fortschritt der Arbeiten natürlich nicht beurteilen, da ich das Haus Oderberger Straße 12 nur jetzt einmal gesehen habe. Ich hoffe daher, Sie haben Verständnis für meine Fragen.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas A.

Lieber Thomas A., in der Tat kamen wir in diesem Sommer mit unseren Selbsthilfearbeiten etwas langsamer voran als geplant. Die Gruppe unserer Helfer und Mitarbeiter auf der Baustelle war noch klein, und wenn Urlaub, Krankheit und Abholtermine von Spenden zusammenkommen, ist bisweilen auf der Baustelle nur weniges zu sehen. Zum Beispiel waren wir in der letzten Zeit damit beschäftigt, Spenden von neuwertigen Türen abzuholen und einen Bauaufzug. Außerdem ist ein Teil der Selbsthelfer einmal in der Woche einen ganzen Tag lang auf Fortbildung. Ämter- und Behördentermine kommen oft hinzu. Auch sind ein Teil der Verzögerungen dadurch bedingt, daß wir immer noch auf Genehmigungen, Bescheinigungen und Stellungnahmen warten und noch nicht so loslegen können, wie wir eigentlich wollten.

Und sicherlich ist die Mitarbeit auf der Baustelle auch eine Frage der Motivation: Wenn Entkernungen, Abrißarbeiten, Schwammsanierung und andere Arbeiten dieser Art anstehen, ist das ein Haufen Arbeit und es fällt vielen Menschen aus unserem Umfeld schwer, sich vorzustellen, wie es aussehen wird, wenn es in anderthalb Jahren fertig ist. Das ist für viele arme Menschen, die am Existenzmininim leben, eine unvorstellbar lange Zeit.

Seit dem Umzug des Vereinsbüros in die Oderberger Str. hat sich an dieser Situation einiges zum Besseren geändert. Inzwischen arbeiten mehr Leute, teilweise aber wirklich nur stundenweise, auf der Baustelle mit, und auch die formalen Angelegenheiten kommen langsam ins Lot, sodaß wir damit anfangen können, Fachfirmen zu beauftragen. Dadurch, daß wir als Verein unmittelbar vor Ort sind, können wir viele praktische Fragen sehr viel schneller klären als noch vor 6 Wochen. Zu Ihrer letzen Frage: Die Kernarbeitszeit auf der Baustelle ist montags bis freitags zwischen 7:00 und 16:00 Uhr. Es kann aber auch sein, daß außerhalb dieser Zeiten gearbeitet wird, zum Beispiel am Wochenende. Wenn Sie uns besuchen wollen, kommen kommen Sie gerne bei uns vorbei.

Ansonsten beachten Sie bitte auch unseren Hinweis zur Unterstüztung auf der Rückseite dieser Zeitung. Ein wichtiges Thema ist bei uns zur Zeit, wie die Fassade des Quergebäudes gestaltet werden soll. Auch soll die Fensterfarbe mit der Fassadenfarbe harmonieren. Die verschiedenen Entwürfe dazu hängen zur Meinungsbildung im Baustellenbüro aus. Wir freuen uns über Ihren Besuch.

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