14.02.2007 - Berliner Woche - Bernd Wähner: Neue Küche im Kaffee Bankrott

Spenden machen den Ausbau möglich

Foto: Bernd Wähner
    Foto: Bernd Wähner

Prenzlauer Berg. Bei laufendem Betrieb wird zur Zeit die Küche des Kaffee Bankrott in der Prenzlauer Allee 87 ausgebaut.

In einem Hinterhof in der Nähe des S-Bahnhofs Prenzlauer Allee richtete der Verein Mob  vor einigen Jahren eine Notübernachtung und das Kaffee Bankrott ein. Dieses Cafe ist ein Treffpunkt für Menschen mit wenig Geld. Sie bekommen hier für einen symbolischen Betrag eine warme Mahlzeit. Das Essen wird in einer Küche zubereitet, die bislang eher provisorisch eingerichtet war. „Nun bauen wir eine richtige Küche mit allem Drum und Dran ein“, freut sich der Vorsitzende von mob, Dr. Stefan Schneider.

Da vieles in Eigenleistung und mit Unterstützung von Geldspenden gebaut wird, zog sich der Küchenneubau fast anderthalb Jahre hin.
Aber zum Frühlingsbeginn soll endlich offiziell Einweihung sein. Die Elektroleitungen sind  bereits verlegt, die Lüftung installiert, und zurzeit wird die Küche komplett gefliest. Neben der Küche wird ein neuer Tresen gebaut, und schließlich werden auch neue Toiletten – natürlich behindertengerecht – eingebaut.

„Dass die Küche endlich fertig wir, ist einigen größeren Spenden zu verdanken“, erzählt Dr. Stefan Schneider. Unter anderem spendete die Violia-Stiftung 6000 Euro. Weitere 5000 Euro spendierte ein Edel-Bordell, das dieses Geld eigentlich dem Kinderprojekt „Arche“ zugute kommen lassen wollte. Die „Arche“ lehnte damals dankend ab.
„Wir haben damit weniger Probleme und freuen uns über jede Unterstützung“, so der Vereinsvorsitzende.

Auch wenn der Küchenausbau schon recht fortgeschritten ist, sind weitere Spenden für die Kücheneinrichtung willkommen. Küchenausbau-Chef Torsten Levod: „Wir brauchen eigentlich noch einen zweiten großen Herd und eine große Bratpfanne“. Wenn die neue Küche eröffnet ist, würde der mob e.V. gerne weiter in das „Kaffee Bankrott“ investieren. „Wir möchten dann den Gästeraum noch freundlicher gestalten.“

Mehr über das Selbsthilfe-Projekt erfährt man in der Prenzlauer Allee 87.
Weitere Informationen unter ( 46 79 46 11 und www.strassenfeger.de

Quelle: Artikel in der Wochenzeitung „Berliner Woche“, Ausgabe NR. 7 vom 14.02.2007, mit freundlicher Unterstützung von Bernd Wähner
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