01.11.2006 - Journalist - Martin Jahrfeld: Almosen und Meinungsmacht

Hinz & Kunzt - Verkäufer in Hamburg, Deutschland
Hinz & Kunzt - Verkäufer in Hamburg, Deutschland
Straßenzeitungen haben sich in vielen deutschen Großstädten fest etabliert. Doch längst nicht alle Konzepte sind erfolgreich. Manche Titel gehen an den Bedürfnissen von Lesern und Obdachlosen vorbei.

Menschen ohne festen Wohnsitz haben es schwer. Nicht nur im Alltag gegenüber Behörden und Ordnungskräften, sondern auch in den Medien. Denn das Bild, das Journalisten von Obdachlosen präsentieren, ist nur allzu häufig von Klischees gekennzeichnet. In der positiven Variante sind Obdachlose dann zumeist sympathisch-verschrobene Figuren, die sich nicht unterkriegen lassen und launigen Stoff für warmherzige Geschichte hergeben ("Harry lässt seinen kranken Hund nicht im Stich"). In der negativen Variante müssen Obdachlose hingegen meist als Sündenböcke für alle möglichen Missstände herhalten: innerstädtische Verwahrlosung, Gewaltkriminalität, Drogensucht, Bettelei, Belästigungen, Sozialbetrug.

"Eine differenzierte Betrachtung dieser Menschen und ihrer Situation ist selten. In den Medien sind die Obdachlosen entweder die netten Kerle oder die fiesen Betrüger", beobachtet Sybille Ahrendt, Sprecherin des Hamburger Straßenmagazins "Hinz & Kunzt". Die Zeitungsszene in der Hansestadt macht bei dieser Schwarzweiß-Malerei keine Ausnahme. Auch das "Hamburger Abendblatt" sowie die Boulevard-Titel "Bild" und „Hamburger Morgenpost" reduzieren das Problem der Obdachlosigkeit in der Elbmetropole gern auf emotionsgeladene Geschichten, in denen wohnungslose und andere randständige Menschen wahlweise als Alltagshelden oder als Hartz-IV-Betrüger porträtiert werden.

Alternative. Mit einer verkauften Auflage von monatlich rund 70.000 Exemplaren ist "Hinz & Kunzt" in der von Springer-Blättern dominierten Hansestadt inzwischen jedoch selbst so etwas wie eine kleine Medienmacht geworden. Die Popularität, die der 1993 gegründete Titel unter den Hamburgern mittlerweile besitzt, erleichtert die Präsentation von Perspektiven, die in den anderen Blättern kaum Platz finden.

Als beispielsweise Hamburgs damaliger Justizsenator Roger Kusch beabsichtigte, den offenen Strafvollzug in den Haftanstalten der Stadt einzuschränken, und dieses Vorhaben in den großen Blättern eher wohlwollend zur Kenntnis genommen wurde, machte "Hinz & Kunzt" mobil gegen die Pläne: „Das Vorhaben betrifft viele Obdachlose ganz direkt. Je weniger offenen Vollzug es gibt, desto schwieriger wird die Resozialisierung der Menschen. Mit einem Appell für den offenen Vollzug haben wir deshalb kritisch Stellung gegen den Senator bezogen", erläutert Ahrendt.

Doch auch Deutschlands erfolgreichstes Straßenmagazin kann es sich nicht immer leisten, derart engagiert und kämpferisch aufzutreten. Die finanzielle Basis des Blattes bildet ein engmaschiges, gut funktionierendes Geflecht aus Sponsoren, Anzeigenkunden und Stammlesern, deren politische Empfindlichkeiten im Zweifelsfall berücksichtigt werden wollen. Zu den Unterstützern des Blattes zählen die Hamburger Sparkasse, der Energiekonzern EON Hanse sowie 1.300 weitere gewerbliche und private Geldgeber. Auch das Lesepublikum im eher konservativ geprägten Hamburg soll nicht mit allzu extremen Positionen verschreckt werden: „Mit sozialpolitischen, primär auf Obdachlose zugeschnittenen Themen allein hätten wir sicherlich nicht diesen Erfolg. Wichtig ist eine ansprechende redaktionelle Mischung aus harten und weichen Themen", so Ahrendt. Neben kommunalpolitischen Themen und Geschichten über Obdachlosigkeit gehören deshalb auch Kulturtipps oder bunte Geschichten wie ein Porträt des W-Kochs Tim Mälzer zum Repertoire.

Ambitioniertes Profil. Das Wohlwollen eines vermögenden Sponsorenkreises garantiert dem Blatt die finanzielle Voraussetzung für eine gewisse journalistische Qualität. Chefredakteurin Birgit Müller, einzige fest angestellte Journalistin des Blattes, legt mit ihrer kleinen Crew aus fest-freien Autoren Wert auf seriöse Recherche und redaktionelles Profil. Für eine Geschichte über vernachlässigte Kinder wird deshalb auch schon mal tagelang intensiv in örtlichen Kinderheimen recherchiert - ein Aufwand, den sich selbst Tageszeitungen nicht immer leisten. Darüber hinaus sieht Müller das Blatt als Kommunikationsplattform zwischen Journalisten und Obdachlosen: Die Menschen auf der Straße bringen Ideen für Geschichten, die Journalisten recherchieren und schreiben.

Ähnlich erfolgreich wie "Hinz & Kunzt" agiert auch die seit 1991 in München erscheinende älteste deutsche Straßenzeitung "BISS" ("Bürger in sozialen Schwierigkeiten"). Gründerin Hildegard Denninger, deren Titel Monat für Monat 40.000 Exemplare verkauft, favorisiert ein anderes Vertriebsmodell als vergleichbare Blätter: Sie versucht möglichst viele Verkäufer nicht auf Provisionsbasis, sondern in Festanstellung arbeiten zu lassen, um die Identifikation mit dem Titel zu erhöhen. Inzwischen ist rund ein Viertel der 100 Stammverkäufer von „BISS" fest angestellt.

Von solch professionellen Arbeitsbedingungen können an dere Straßenzeitungsverkäufer in Deutschland nur träumen: Die meisten der 24 im Bundesverband Soziale Straßenzeitungen organisierten Blätter müssen weitaus kleinere Brötchen backen als die "Marktführer" in Hamburg und München. Häufig mangelt es an Sponsoren-Netzwerken, an überzeugenden Vermarktungskonzepten oder schlicht an redaktionellem Profil. Mit regionalen Konkurrenzkämpfen wie in Nordrhein-Westfalen, wo sich die Essener „Ruhrstadtzeitung"und die Düsseldorfer „FiftyFifty"Leser und Verkäufer abspenstig zu machen versuchten, erschweren sich viele Blätter das Leben.

Konkurrenzgerangel. Als besonders kontraproduktiv erweisen sich solche Auseinandersetzungen ausgerechnet in jener Stadt mit der vitalsten Zeitungsszene in Deutschland. Obwohl mit dem "Straßenfeger", der "Stütze" und der "Motz" in Berlin gleich drei Obdachlosentitel um die Gunst des Publikums konkurrieren, kann keines der Blätter inhaltliche Akzente in der Stadt setzen: schlecht geschrieben, lustlos layoutet und ohne thematisches Profil - die mäßige Qualität der Blätter hat sich unter den Berlinern längst herumgesprochen. Die Auflagen der Titel dümpeln dahin.

Wo journalistische Konzepte und intelligente Vermarktungsstrategien fehlen, gerät auch die soziale Aufgabe der Blätter ins Wanken. Titel, die im Lesermarkt nicht reüssieren, können auch den obdachlosen Verkäufern keine wirkliche Perspektive bieten. Wer eine längere Strecke durch das Berliner U-Bahn-Netz fährt, kann erleben, dass innerhalb einer halben Stunde drei verschiedene Verkäufer ins Abteil steigen, lustlos ihren Verkaufsspruch herunterleiern und ohne Erfolg wieder abziehen. Fahrgäste, die sich davon nicht nerven lassen, spenden eine kleine Summe, wollen aber keine Zeitung: Der Sinn der Straßenzeitung - neben der publizistischen Ambition dem Verkäufer ein Zusatzeinkommen mittels eigener Arbeit zu ermöglichen - wird dadurch ad absurdum geführt. Der Obdachlose ist wieder unversehens zum Almosenempfänger mutiert.

Beatrice Gerst, Vorsitzende des Bundesverbandes der Sozialen Straßenzeitungen, ist dennoch überzeugt, dass der Zeitungsverkauf für Obdachlose auch finanziell attraktiv sein kann. „Ein guter Verkäufer kann bei uns 500 bis 700 Zeitungen verkaufen. Die dadurch erwirtschafteten Summen sind ein attraktiver Zusatzverdienst zum Arbeitslosengeld II oder zur Rente", glaubt Gerst, die gleichzeitig als Chefredakteurin des Stuttgarter Straßenmagazins "Trottwar" arbeitet.

Für Menschen auf der Straße ist der Zeitungsverkauf gleichwohl nicht immer die attraktivste aller Verdienstmöglichkeiten: Auch Gerst weiß, dass geschickte Bettler mitunter mehr Geld verdienen können als die Verkäufer. Wer sich dennoch für den Zeitungsverkauf entscheide, dem gehe es nicht allein ums Finanzielle: "Wichtig ist, dass die Obdachlosen durch den Verkauf ein besseres Selbstwertgefühl bekommen und wieder in Kontakt mit Normalbürgern treten. Anders als die Bettler agieren die Verkaufer in Augenhöhe mit ihren Mitmenschen."

Von einem Leben auf Augenhohe mit den anderen bis hin zu normalen Wohn- und Arbeitsverhältnissen
ist es jedoch auch für die Straßenzeitungsverkäufer ein langer Weg. Der erklärte Anspruch vieler Blatter, Obdachlose wieder an Wohnung und geregeltes Erwerbsleben heranzuführen, kann nur selten in die Realität umgesetzt werden: "Einige unserer Verkäufer sind kaum in der Lage, eine eigene Wohnung zu führen. Die Erwartungen daran sollte man nicht zu hoch stecken", glaubt "Hinz & Kunzt"-Sprecherin Ahrendt.

Auch hinsichtlich der Re-Integration in das Erwerbsleben macht sich Ahrendt für ihre Klientel keine Illusion: „Die Rückkehr in reguläre Beschäftigungsverhältnisse auf dem ersten Arbeitsmarkt gelingt nur ganz wenigen Verkäufern. Wo schon qualifizierte Leute kaum noch unterkommen, sind die Chancen für unsere Leute deutlich noch schlechter."

Martin Jahrfeld
arbeitet als freier Journalist und lebt in Berlin

Unsere Antwort darauf:

DER JOURNALIST
Chefredakteurin
Ulrike Kaiser
Bennauerstraße 60
53115 Bonn

Berlin, 05.12.2006

Offener Brief an die Chefredakteurin des journalist, Ulrike Kaiser
Betr.: Artikel „Almosen und Medienmacht“ von Martin Jahrfeld in „journalist“ 11/2006'

„Schlecht geschrieben, lustlos layoutet und ohne thematisches Profil?“

Sehr geehrte Frau Kaiser,

der journalist ist nach eigener Darstellung DAS DEUTSCHE MEDIENMAGAZIN (siehe Titel). Umso mehr verwundert uns, die Macher und den Herausgeber, dass Sie Artikel wie  „Almosen und Medienmacht“ von Martin Jahrfeld in „journalist“ 11/2006 in Ihrem Magazin abdrucken. Der werte Autor hat es leider nicht verstanden, das Thema gebührend zu behandeln. Er ist von falschen Voraussetzungen ausgegangen, hat schlecht bzw. gar nicht recherchiert, schwere Fehler (Wenn man nicht mal den Titel einer kritisierten Zeitung aus seiner eigenen Heimatstadt richtig schreibt!) begangen und letztendlich auch falsche Schlussfolgerungen gezogen. Der Autor schreibt beispielsweise in der  Überschrift:

„Manche Titel gehen an den Bedürfnissen von Lesern und Obdachlosen vorbei.“

Was sind denn diese Bedürfnisse? Wer entscheidet darüber? Kennt Herr Jahrfeld diese? Warum nennt er sie nicht?

Weiter heißt es:

„Die Popularität, die der 1993 gegründete Titel unter den Hamburgern mittlerweile besitzt, erleichtert die Präsentation von Perspektiven, die in anderen Blättern kaum Platz finden.“

Warum sollte das so sein? Welche Perspektiven sollen das genau sein? Und:

„Das Wohlwollen eines vermögenden Sponsorenkreises garantiert dem Blatt die finanzielle Voraussetzung für eine gewisse journalistische Qualität.“

Ach so ist das! Wir dachten eigentlich, dass sich das nicht zwangsläufig bedingt.

Besonders dumm, unqualifiziert und abwertend (dank der nicht vorgenommenen Recherche!) ist die Passage, in der es um Berlin geht (die richtigen Schreibweisen lauten strassenfeger, motz und die Stütze!):

„Als besonders kontraproduktiv erweisen sich solche Auseinandersetzungen ausgerechnet in jener Stadt mit der vitalsten Zeitungsszene in Deutschland. Obwohl mit dem „Straßenfeger“, der „Stütze“ und der „Motz“ in Berlin gleich drei Obdachlosentitel um die Gunst des Publikums konkurrieren, kann keines der Blätter inhaltliche Akzente in der Stadt setzen: schlecht geschrieben, lustlos layoutet und ohne thematisches Profil – die mäßige Qualität der Blätter hat sich unter den Berlinern längst rumgesprochen. Die Auflagen der Titel dümpeln dahin.“

Woher nimmt der Autor die Frechheit, solche Dinge zu behaupten? Schlecht geschrieben? Lustlos layoutet? Ohne thematisches Profil? Die Auflagen dümpeln dahin?

Zur Kenntnisnahme:

Der strassenfeger widmet sich in jeder Ausgabe einem Titelthema, das in öffentlichen Redaktionssitzungen mit unseren freien, ehrenamtlichen Mitarbeitern diskutiert und festgelegt wird. Das jeweilige Titelthema wird im vorderen Teil jeder Ausgabe von verschiedenen Seiten beleuchtet. Dazu gehören theoretisch-philosophische Betrachtungen, sachliche Reportagen und Berichte, abwegige Aspekte ebenso wie bewusst subjektive Beiträge, die das Thema aus der persönlichen Sicht der Autoren behandeln. Diese Titelthemen sind so gewählt, dass sie den potentiellen Leser ansprechen. Dass nicht alle Artikel gleich mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet werden, versteht sich von selbst. Sonst würden unsere Autoren bei der „FAZ“, der „Süddeutschen Zeitung“ oder beim SPIEGEL arbeiten.

Ferner haben wir seit mehreren Jahren eine eigenständige Jugendredaktion, die als Kehrseiten-Team für jeweils zwei Seiten des strassenfeger verantwortlich ist und das ganz gut bewältigt.

Außerdem findet der geneigte Leser in jeder unserer Ausgaben die Rubrik „Achtung Hartz IV“, in der unsere Autorin Jette Stockfisch über aktuelle Entscheidungen, Urteile etc. zu dieser Thematik informiert. Wo gibt es das sonst in dieser Kontinuität?

Unserem Kommentator Wolfgang Mocker gelingt es regelmäßig, sich inhaltlich äußerst kompetent und auf sprachlich hohem Niveau mit der aktuellen Lage der Nation auseinander zusetzen.

Nicht zuletzt haben wir mit Andreas Prüstel einen großartigen Karikaturisten, der auch für das Satiremagazin „Eulenspiegel“ arbeitet und über Berlin hinaus bekannt ist.

Was die inhaltlichen Akzente in der Stadt angeht:

Der strassenfeger hat gerade eine der erfolgreichsten Aktionen seiner Geschichte abgeschlossen. Wir haben ein Extrablatt für das Projekt „Brandauer macht die Dreigroschenoper mit Campino am Berliner Admiralspalast“ in einer Auflage von 37.000 Stück produziert und erfolgreich vertrieben (Das offizielle Programmheft!). Der Produzent des Projekts, der renommierte Schweizer Lukas Leuenberger, und Regisseur Klaus-Maria Brandauer haben sich ausdrücklich den strassenfeger als Medienpartner dafür auserkoren. Dazu haben wir neben dem Extrablatt das Projekt Dreigroschenoper mit einer thematischen Seite über mehrere Monate auch redaktionell begleitet. Unsere Partner waren mit unserer Arbeit äußerst zufrieden.

Zu den Verkäuferinnen und Verkäufern:

Ja, es gibt diese Verkäufer, die in der Berliner U-Bahn oder S-Bahn lustlos einen Verkäuferspruch herunterleiern und erfolglos wieder abziehen. Diese Verkaufenden sind bestimmt am meisten auffällig, aber sicher nicht repräsentativ für die Gesamtgruppe der Verkäufer. Diese ist im Stadtgebiet verteilt, zum Teil auf Stammplätzen vor Markthallen und Einkaufszentren, zum Teil in Kneipengegenden und Geschäftsmeilen unterwegs, und ganz häufig werden die Kunden von den Verkäufern auch über den Inhalt der jeweiligen Ausgabe informiert.

Während in fast allen anderen Städten den VerkäuferInnen ein Standplatz zugewiesen wird, von dem sie sich nicht weg bewegen dürfen, gibt es in Berlin von Anfang an die Tradition, dass die Verkäufer selbst entscheiden können, wo und wann sie verkaufen. (Etwas Anderes wäre in Berlin auch gar nicht durchsetzbar und kontrollierbar gewesen). Und oft genug ist der Verkauf einer Zeitung auch eine Alternative zur Beschaffungskriminalität oder Beschaffungsprostitution, was auch gesehen werden muss.

Gerade der Verein mob e.V., unter dessen Dach auch der strassenfeger erscheint, bietet vielseitige weitere Angebote nicht nur für die Verkäufer an: Eine ganzjährig geöffnete Notübernachtung, einen Treffpunkt mit Essensversorgung und sozialem Beratungsangebot, ein Gebrauchtwarenkaufhaus mit Wohnungseinrichtungshilfe. Damit gerade denen unter den Verkäufern, denen es offensichtlich am schlechtesten geht, weiter geholfen werden kann, wenn sie es denn wollen. Alles das ist dem Autor offenbar nicht präsent.

Last but not least:

Unsere Auflage dümpelt aus den o.g. Gründen auch nicht dahin. Wir haben sie regelmäßig gesteigert und verkaufen momentan zwischen 22.000 und 25.000 Stück pro Ausgabe, d.h. zwischen 44.000 und 50.000 Exemplaren im Monat. Damit dürften wir auf Platz 2 bis 3 in der Rangliste der Auflagenhöhe der deutschen Straßenzeitungen liegen!

Hätte Ihr Autor ein wenig besser recherchiert, hätte er dies selbst herausfinden und der journalist einen seriösen und informativen  Artikel drucken können. Leider wurde diese Chance leichtfertig vertan.

Sehr informativ wäre auch eine Grafik zu den Zeitungen, deren Auflagen und Preisen gewesen. Die Berliner Zeitungen schaffen es nämlich, obwohl der Konkurrenzkampf in Berlin so groß ist und die Stadt arm, aber sexy ist, den Preis seit Jahren bei schlappen 1,20 Euro zu halten. Davon bekommen die Verkäufer 80 Cent! Zum Vergleich: Hintz & Kunzt 1,60 Euro – Verkäufer kriegt 75 Cent.

Sehr geehrte Frau Kaiser, wir würden uns also wünschen, dass Sie die angesprochenen Dinge im journalist richtig stellen und mit Ihrem Autor darüber sprechen.

Hochachtungsvoll

Andreas Düllick
Redaktion

Dr. Stefan Schneider
mob – obdachlose machen e.V. (Hrsg.)


 Almosen und Meinungsmacht Artikel.pdf

 Offener Brief zu Almosen und Meinungsmacht.pdf

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