In einem Gespräch über Jonny Rieger am 26.04.1993 mit Klaus Trappmann teilte mir dieser folgendes mit:

  1. Der Nachlass von Rieger ist in Marbach zu finden, im Deutschen Literatur - Archiv. Dort seien seine Bücher, seine Literatur und andere Unterlagen zu finden, jedoch ist vieles verloren gegangen.
  2. Das Haus in Sörup (?) steht noch, Rieger ist dort (am Haus?) beerdigt, er wollte es so. Seine Frau ist vor ihm an Krebs gestorben, er und sie waren dufte Kumpel, sie haben sich sehr geliebt. Nach ihrem Tod ging es mit ihm bergab, er hatte einen Schlaganfall, wollte nicht mehr reisen, auch den Hund nicht allein lassen.
    Seine Tochter war (zeitweise) in der Psychiatrie, heute wieder (?), Rieger hat sich viele Sorgen um sie gemacht. Die Tochter lebt noch und hat früher häufig bei Trappmann angerufen.
  3. Trappmann hat eine Sendung beim SFB über Rieger gemacht, die Kasette vom Gespräch mit ihm (bzw. der Sendung) ist zur Zeit verliehen.
  4. Rieger war ein Einzelgänger, hat nur ungern von sich gesprochen, hat nicht viel über sich rausgelassen. Dennoch einer der sympathischten Menschen, die Trappmann kennen gelernt hat.
  5. Rieger war
    den Bürgern zu links,
    den Kommunisten zu anarchistisch, deshalb wurden seine Bücher in der DDR auch nicht verlegt, anders als Marchwitza , der in der DDR sein Comeback feierte.
87 15 70 Ende der Notiz.

 

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