Der selbstkritische Psychotest!

SIND SIE SOZIAL VERANLAGT?


1. Sie bemerken einen Bettler in Ihrer Lieblingsfußgängerzone. Wie verhalten Sie sich?

a) Ich nehme mir etwas Kleingeld aus seinem Hut und freue mich neben dem Klingenbeutel in der Kirche eine lukrative zweite Einnahmequelle erschlossen zu haben.
b) Ich mache den Bettler freundlichst auf diverse Rechtschreibfehler auf seiner Bettelpappe aufmerksam.
c) da er trotz Nachfrage nicht in der Lage ist, eine entsprechende Spendenquittung auszustellen, setze ich meinen Weg unverrichteter Dinge fort.

2. An Ihre Haustüre klopft ein ärmlich wirkender Mann, der sich als Martin St. (Name ist der Redaktion bekannt) ausgibt und bittet um eine Spende.

a) Ich mache ihn darauf aufmerksam, daß seine Bemühungen mit entsprechender Beleuchtung (Laterne/ Kürbis) bestimmt erfolgversprechender wären.
b) Ich singe ihm ein lustiges Liedchen und schließe sanft die Türe.
c) Spontan zerreiße ich seinen Mantel und nehme eine Hälfte an mich. Geteiltes Leid ist halbes Leid!

3. Vor der Ausgabestelle einer "Armenspeisung" hat sich eine lange Schlange gebildet:

a) Als Bürger der ehemaligen DDR stelle ich mich automatisch hinten an.
b) Ich frage mich ernsthaft, ob die Mehrzahl von "ARME" wirklich "ARMEN" ist und wie das dann wohl schmecken mag.
c) Ich lege dem letzten in der Reihe meine Hände auf die Schulter und fordere alle Anwesenden zu einer lustigen Polonaise auf.

4. In Ihrer Nachbarschaft hat sich ein dubioses Pärchen mit einem Säugling in einem alten Stall niedergelassen, über dem es nächtens immer verdächtig hell ist.

a) Da Ihnen das Szenario irgendwie bekannt vorkommt, informieren Sie die örtliche Presse und sichern sich die Filmrechte!
b) Um das Vertrauen der Familie zu gewinnen, geben Sie sich als "Waise aus dem Morgenland" aus und überreichen als Willkommen-Geschenk einen Beutel mit alten Wencke Myrrhe Platten.
c) Sie erklären dem sichtlich enttäuschten Hausherren, daß die Volkszählung bereits 1984 abgehalten worden ist.

5. Sie geraten in eine Gruppe von Obdachlosen und fühlen sich genötigt, etwas zu unternehmen.

a) Sie fordern nachdrücklich alle Anwesenden auf, doch endlich nach Hause zu gehen.
b) Sie spendieren eine Flasche Jägermeister, da Sie sich ziemlich sicher sind, daß die gerade anrückenden "Herren in Grün" wohl eher beabsichtigen, PLATZVERWEISE auszustellen, als Platzhirsche zu stellen.
c) Sie regen eine Diskussion über die Vorzüge des ehemaligen DDR-Regimes an, da unter Honnecker niemand alleine "Platte-Machte", sondern alle gemeinsam "Platten-Bauten".

Auswertung des Psychotests


* A B C
1 10P 5P 0P
2 5P 10P 0P
3 0P 10P 5P
4 10P 5P 0P
5 5P 0P 10P

0 - 10 Punkte
Typischer Verlierer! Versucht sich mittels sozialem Engagement zu profilieren. Mitglied von unzähligen Gesprächskreisen & Selbsthilfegruppen, welche bei Schnittlauch-Tee manisch depressive Weltanschauungen predigen, bis allen der selbstgezüchtete Kefir-Pilz über den Kopf wächst.

10 - 30 Punkte
Menschenschlag mit Mut zu klarem JEIN, entschuldigt sich schon beim Aufstehen, erprobter Mitläufer mit Mitessern, Persönlichkeit weist starke Ähnlichkeiten mit der Gattung der Lemminge auf. Ex und Hopp.

30 - 50 Punkte
Karriere- und Gewinner-Typ, egozentrisch, geht über Leichen und kann selbst dem allergrößtem Leid noch etwas witziges abgewinnen. Vermarktet das Ozonloch. Vermittelt Obdachlose an Hans Meiser, handelt mit Elfenbein & Tropenhölzern und liebt Walfleischsteaks. Lieblingsfilm: "Freeze Willi".

(aus: Die Straße. Das Straßenmagazin im Bergischen Land. Hg. Jugendberufshilfe und Jugendsozialarbeit Solingen e.V. 2. Jahrgang/ Nr. 25 - Weihnachten 1996/ Januar 1997; S. 15 u. 22.)

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