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Ungarische Stahlfedern, Werbeschild - Quelle: WikicommonsSie sagen Holzpost, und allein schon in diesem Wort steckt die ganze Verachtung. Holz, das ist schwer, hehäbig, altmodisch, einfach uncool. Die digitale Generation, die eine email verschickt und schon Stunden, besser Minuten oder Sekunden später eine Antwort haben will. Einfach lächerlich die Vorstellung, ein Stück Papier in einen Umschlag aus Papier in eine Metallbox zu stecken. Dann kommt ein Mensch mit einem Auto, sackt das ein und bringt das irgendwo hin. Dann wird das per Laster oder Flugzeug befördert und am Zielort wieder das gleiche. Umladen, sortieren, weiter transportieren. Am Ende landet dieses Stück vielleicht in einer großen Ledertasche und wird auf einem Fahrrad und von dem Menschen, der damit fährt vielleicht erst am frühen Nachmittag des Folgetages in den Blechkasten des Empfängers geworfen, wovon der Empfänger möglicherweise noch nicht einmal etwas mitbekommt. Wie ineffektiv. Schlimmer noch sind Behörden. Erhalten sie eine email beispielsweise mit einer Beschwerde, schicken sie vielleicht noch eine erste email zum Abwimmeln. Gibt der Beschwerende aber keine Ruhe, meinen Behörden eigentlich immer, den Vorfall durch einen offiziellen Holzpostbrief erledigen zu können, was sich glücklicherweise immer häufiger als Irrtum erweist. Briefe und Briefumschläge ins Museum – das wäre die logische Schlussfolgerung dieser Argumentation. Sie ist nicht unberechtigt.

Wie immer, wenn etwas in die Geschichte eingeht, bleibt ein kleiner, aber um so feinerer Rest am Leben und der ist sehr lebendig. Ein Brief ist ein kleines Wunderwerk, er kann einer Beziehung zu einer ganz andere Dynamik verhelfen. Ein Blatt, irgendwo aufgelesen, getrocknet und gepresst, eine Kinderzeichnung, eine Schleife, ein paar handschriftliche Notizen auf einer Serviette, eine ausgeschnittene Zeitungsnotiz, einige persönliche Worte auf einem herausgerissenen Blatt Papier, eine Postkartengruß von einer Reise, ein kleines Dankeschön, eine Bitte um Verzeihung, ein zaghafter Versuch, auszudrücken, ich mag Dich, Du bist mir wichtig. Wenn irgend ein Medium in der Lage ist, das ganz persönliche, individuelle, unmittelbare zu bewahren, dann der Brief. Bei Beziehungen zwischen Menschen, die mehr sind als nur eine Facebook-Freundschaft per Mausklick. Nun gibt es eine Firma, Briefumschläge Laser Line [war http://briefumschlaege.laser-line.de], die sich genau mit dieser Frage beschäftigt und Briefumschläge [war http://briefumschlaege.laser-line.de] anbietet, die individuell gestaltbar sind. Das ist mehr als nur ein Adressstempel. Das ist wie die eigene Handschift. unverwechselbar, charakteristisch. Wer von mir Post mit einem solchen, individuell gestalteten Briefumschlag erhält, wird das Gefühl haben, von mir Wert geschätzt zu sein. Genau das, was ich ausdrücken möchte.

Stefan S.

Angeregt durch Sandra Licht im August 2011