Wohnungsloser surft mit Laptop im InternetAm 21. und 22. Juni 2010 konnte ich auf dem Treffen der Menschen mit Armutserfahrungen Jürgen Schneider, Dietmar Hamann und York Töllner kennen lernen. Auf diesem Treffen wurde von den drei und weiteren Menschen eine Idee ausgedacht, die ich hier gerne verbreiten möchte. Ob jetzt diese Seite ein Erfolg wird und etwas bewirkt, ist meines Erachtens sogar zweitrangig. Interessant ist, dass hier zwei Ideen zusammen gebracht werden. Zum einen müssen sich Wohnungslose international vernetzen, um etwas zu erreichen, und zum zweiten wird gesehen, dass ein Bündnis mit anderen sozialen Gruppen hilfreich sein kann, um Interessen durchzusetzen. Auch der Hinweis auf das European Anti-Poverty Network ist nicht unproblematisch, da es sich auch hier wohl eher um ein Armutsprofiteure-Netzwerk der Sozialkonzerne handeln dürfen, die mit Armut ihr Geschäft machen. Aber immerhin, ein Anfang ist gemacht und Inhalte können diskutiert werden.
Stefan Schneider, 04.07.2010

Im Zuge der Arbeit an der Gestaltung der Webseite www.berber-info.de, deren Grundidee eine umfassende Information für Wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen war, ergaben sich eine Reihe Berührungspunkte zu sozialen Problemen anderer Bevölkerungsgruppen, die eigene Armutserfahrungen machen mussten beziehungsweise von der Gesellschaft ausgegrenzt wurden. Die Zusammenarbeit mit der Nationalen  Armutskonferenz (! heisst wirklich so, eigentlich unglaublich) im Jahre 2009/10 zeigte Möglichkeiten auf, diese Diskrepanz zu beseitigen.

So entschlossen sich Interessierte, ein Webportal mit dem Namen www.sozin.de zu eröffnen. Das Konzept ist eigentlich einfach und trivial, wurde bisher aber in dieser Art und Weise noch nirgends verwirklicht. Es sieht vor, Informationen über die Arbeit aller organisierten und Selbsthilfegruppen zu sammeln, zu bündeln und der Öffentlichkeit und den Betroffenen zugänglich zu machen. Der Name „sozin“ birgt in sich die Begriffe der sozialen Information, sozialen Integration und sozialen Initiativen. Ziel der Mitarbeiter der „sozin“-Idee ist es, diese Idee an die Basis heranzutragen und die Menschen, die dort tätig sind, zu motivieren in einen Erfahrungsaustausch miteinander zu treten. Ideen, Projekte, Vorschläge, Erfolge und Erwartungen sollen auf der Seite www.sozin.de zusammenfließen. Vorrangiges Ziel ist es, die Ideen des European Anti-Poverty Network (EAPN) umzusetzen und sich einer internationalen Zusammenarbeit nicht zu verschließen.
Voraussetzung für das Gelingen ist einzig und allein der Wille, gemeinsam etwas zu verändern.
Sulingen, 2. Juli 2010

Dietmar Hamann Jürgen Schneider York Töllner

 

 

 

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