Zum anderen ist zu überlegen, ob Berlin eine solche Massennotübernachtung in zwangsgemeinschaftlicher Unterbringung braucht oder es nicht klüger wäre, mehrere kleinere dezentrale einzurichten. Wer jemals in der Lehrter Straße übernachtet hat - ich weiß das aus eigener Erfahrung - wird bestätigen, daß mit jedem weiteren Gast die Probleme zunehmen, die Konflikte schwieriger werden, die Unruhe größer wird und das von einem ruhigen Schlafen im Kellerbereich nicht die Rede sein kann. Zusammenfassend kann man sagen, dass diese Form der Unterbringung die Leute eher kaputt macht als ihnen tatsächlich hilft.

Es sollten also besser Alternativen gefordert und durchgesetzt werden, als diesen Wahnsinn noch zu fördern.

Ich rege an, diese Debatte kurzfristig mit einigen Beiträgen aufzugreifen.

Freundliche Grüße

Stefan Schneider

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Berlin, den 27.02.2009
Zentrum am Hauptbahnhof
Evangelische Kirche (EKBO)
Lehrter Str. 68
10557 Berlin

Pressemitteilung
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*Erstmals 170 wohnungslose Gäste in der Kältenotübernachtung*

Berliner Stadtmission benötigt dringend Geldspenden

In der Nacht vom 26. Februar suchten erstmals 170 wohnungslose Menschen Schutz in der Kältenotübernachtung der Berliner Stadtmission im Zentrum am Hauptbahnhof. Damit nutzten 30 % mehr wohnungslose Menschen das Hilfsangebot.

Nie zuvor benötigten so viele wohnungslose Menschen Essen, warme Getränke sowie medizinische Versorgung.

Die Berliner Stadtmission benötigt dringend Geldspenden, um alle wohnungslosen Gäste weiterhin gut versorgen zu können.

Helfen Sie der Berliner Stadtmission zu helfen!

Spendenkonto 5444
Kennwort Kältehilfe
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 100 205 00
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